CUT UP - Diskursserie zum Thema Nachhaltigkeit

Cut Up_Bild

Nachhaltigkeit, Wiederverwertbarkeit, Slow Fashion – das sind seit längerem erkennbare Trends im Nachwuchsdesign. Aber auch in den Expertisen der großen Globalplayer im Textil- und Fashionbereich wird sich den Themen in verstärktem Maße gewidmet. Nur ein Trend oder grundsätzliche Entscheidung auf eine nachhaltige, ökologische Wirtschaft umzusteigen? Let’s talk about it! In unserer Diskursserie CUT-UP!

CUT-UP wurde 2015 gemeinsam von Bridge&Tunnel mit Frauke von Jaruntowski und designxport ins Leben gerufen, um das Thema Nachhaltigkeit in Mode- und Textildesign für den Standort Hamburg zu diskutieren. 2017 soll der Blick über Hamburg hinaus gerichtet und das Thema überregional erörtert werden.

Janine Patitucci trail running in the Fanes Natural Park area of the Italian Dolomites

CUT UP #8

VENDOR RELATIONS
Wie komme ich dem Ideal einer transparenten & fairen Produktion näher?
07.Dezember 2017, 20Uhr

Die Outdoor-Branche wirbt mit der Sehnsucht nach unberührter Natur. Sie generiert Bilder einer heilen Welt: klare Gebirgsbäche, grünen Wälder, schneebedeckte Berge, glitzernde Meere… Gleichzeitig steht die Outdoor-Industrie immer wieder in der Kritik, bei der Herstellung von Outdoor-Bekleidung und schuhen, aber auch bei Rucksäcken, Schlafsäcken und Zelten umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen einzusetzen. Dies belegen u.a. die Produkttests von Greenpeace, die seit 2012 jährlich durchgeführt werden. Die Forderung von Greenpeace, den Einsatz von PFC zu reduzieren und ihn letztlich zu stoppen, wird von vielen Wissenschaftlern unterstützt (Madrid Statement).

WIR FRAGEN:

  • Wie reagieren deutsche Outdoor-Unternehmen auf das Ideal einer transparenten, ökologischen und fairen Produktion?
  • Aus welchen Gründen tun sie es: aus eigenem Anspruch oder durch Kundendruck?
  • Welche nachhaltigen Ansätze gibt es innerhalb der Unternehmen und wie transparent sind diese (findet z.B. eine externe Validierung statt)?
  • Wie sieht die Gewichtung von ökologischer und ethischer Nachhaltigkeit aus (Textil vs. Arbeitsbedingungen)?
  • Wieviel Nachhaltigkeit ist entlang der Lieferkette überhaupt möglich und wo sind die Hürden/Grenzen?

LET’S TALK ABOUT IT:

Andreas Bartmann, Globetrotter Ausrüstung GmbH
Oliver Mergens, Vaude 
Sport GmbH & Co. KG

Moderation:
Irina Rohpeter, Modedesignerin Hamburg

CUT UP

CUT UP #7

ETHICS + AESTHETICS = SUSTAINABLE FASHION
Akzeptanzfaktoren von nachhaltiger Kleidung
18.Juli 2017, 19Uhr

Immer wieder heißt es, ‚Nachhaltigkeit ist in aller Munde‘. Fest steht: das Interesse an nachhaltig produzierter Kleidung bei den Konsumenten wächst. Und sicher ist, dass in den letzten Jahren sehr viele Label und Onlineshops entstanden sind, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verpflichten. Auch viele bekannte Brands wie z.B. Filippa K oder Stella McCartney setzen ihren Fokus immer mehr auf Sustainability und Fair Fashion. Einher geht die Forderung nach einem bewussteren Konsumverhalten: ‚Nicht Masse, sondern Klasse’ oder ‚Weniger ist mehr’. Ein neuer Weg des Konsums?

WIR HABEN GEFRAGT:

  • Ist eine ökologisch und ethisch nachhaltige Fertigung mittlerweile ein echtes Verkaufsargument?
  • In welchem Verhältnis bewegen sich der Anspruch auf nachhaltige Produktionsbedingungen und Design?
  • Wie schaffen es Labels, Konsumenten für Fair Fashion zu interessieren?

LET’S TALK ABOUT IT:

Dörte F. Meyer, Gründerin DFM Hamburg
Lisa Jaspers, Gründerin Folkdays

Moderation:
Frauke von Jaruntowski, Textildesignerin, Mitbegründerin Kultwerk West

+++

LIVE-Mitschnitt: 
Einen Mitschnitt der Talkrunde findet ihr hier.

bild_fashion_revolution_64268_quadratisch

CUT UP #6

FASHION REVOLUTION The new normal? Or who cares?
31. Mai 2017, 19Uhr

Seit dem Fabrikeinsturz in Rana Plaza im April 2013 erinnern Aktivisten, Journalisten und Engagierte weltweit jedes Jahr am 24. April mit aufrüttelnden Events an die Opfer der Katastrophe und damit an die Tatsache, dass sich die Fashionindustrie grundlegend wandeln muss. Fair Fashion ist in aller Munde und der Druck, auf Missstände zu reagieren, wächst stetig. Längst widmen sich nicht nur kleine innovative Modelabels dem Thema, auch Großkonzerne wie Tchibo oder H&M launchen eigene Fair Collections. Doch wie ernstgemeint ist das Engagement wirklich? Wie beurteilen Macherinnen die Fair Fashion Bewegung? Wer mischt mit, welcher Impact wird erzielt und warum ist das Thema über den Fashion Revolution Day hinaus so schwierig zu transportieren?

Let’s talk about it:

Nora Milena Vehling, Kommunikation & Social Media/ Fashion Revolution Day Germany
Alexandra Perschau, Textilexpertin Greenpeace Deutschland/ Detox-my-fashion Kampagne
Mona Tiencken, Textilexpertin/ Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik
Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Professorin für Textildesign, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Moderation:
Frauke von Jaruntowski, Textildesignerin, Mitbegründerin Kultwerk West

Den Live-Stream zur Veranstaltung findet ihr hier.

Bilder zur Veranstaltung gibt es hier.

Reet-Aus (1)

CUT UP #5

DAS ALLES IST UPCYCLING? Von der Handfertigung bis zur industriellen Produktion
09. Juni 2016, 19Uhr

Weil Moderevolution gemeinsam effektiver ist und außerdem mehr Spaß macht, versammeln wir drei spannende Upcycling-Protagonisten: Reet Aus, die Königin des Upcycling aus Estland, fertigt ihre Kollektionen komplett aus pre-consumer waste auf einem industriellem Level. Das Newcomer-Upcyclinglabel mit sozialem Fokus aus Wilhelmsburg, Bridge&Tunnel, arbeitet mit dem anderen Ende der Konsumkette: mit post-consumer-waste in Handfertigung. Christina Schelhorn mit ihrem Label Redesign kreiert aus ehemaligen Lieblingsstücken und übriggebliebenen Designperlen bereits seit 2009 Upcyclingunikate.

Eine Mischung, die zum Diskutieren einlädt: Warum nutzen immer mehr Labels Upcycling? Welche Modelle gibt es, existierende Rohstoffe zu neuwertiger Mode oder Textil zu verarbeiten? Und welche Chance hat das Konzept auf Marktfähigkeit?

Let’s talk about it:

Moderation:
Lisa Jaspers, Gründerin von Folkdays

Zum Einstieg zeigen wir den Film “Moest väljas”/”Out of Fashion” von Reet Aus.

_MG_9476

CUT UP #4

LOKAL, NACHHALTIG, SOZIAL: Design & Produktion zwischen Wunsch und Wirklichkeit
23. März 2016, 19Uhr

Lokale bzw. regionale Produktion stehen für die Nähe zum nachhaltigen Produkt, denn gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne scheinen garantiert. Doch leider fehlt es nicht selten an lokalen Produktionsstätten, die insbesondere für junge Modelabel auch kleine Stückzahlen auflegen können. Dabei ist die Nachfrage groß. Woran liegt das? Und wie gehen Hamburger Designer damit um?

Let’s talk about it:

Moderation:
Frauke von Jaruntowski, Textildesignerin, Mitbegründerin Kultwerk West

IMG_1594

CUT UP #3

FAIR FASHION – Welche Konzepte haben Hamburger Modelabel?
11. November 2015, 19Uhr

Ethischer Konsum ist angesagt. Wobei das größte Interesse immer noch auf Nahrungsmitteln und Kosmetik liegt. Je weniger ein Konsumartikel mit dem eigenen Körper zu tun hat, desto stärker sinkt die Bereitschaft ethisch zu handeln. Ist ethischer, nachhaltiger Konsum nur ein Teil der Ego- und Wellnesswelle oder ein langfristiger Makrotrend? Wie reagieren Modedesigner auf die wachsende Nachfrage nach ethisch korrekter, nachhaltiger Mode? Und wie gehen sie strategisch damit um?

Let’s talk about it:

Moderation:
Frauke von Jaruntowski, Textildesignerin, Mitbegründerin Kultwerk West

textilsiegel_chaos_678

CUT UP #2

FAIR TRADE / ÖKO / BIO TEXTIL & MODE – Nur ein Trend oder der Weg der Zukunft?
23. September 2015, 19Uhr

Let’s talk about it:

Moderation:
Frauke von Jaruntowski, Textildesignerin, Mitbegründerin Kultwerk West

Die Veranstaltung wurde flankiert von der Ausstellung “Nachhaltige Textile Konzepte”. HAW Hamburg // Department Design in Kooperation mit Grüne Werkstatt Wendland. Semesterprojekt BA-Hauptstudium SoSe 2015, Betreut durch Prof. Renata Brink MA und Sabine Gärtner (Werkstatt Weberei), Materialspenden von nya nordiska, Werkhaus, Segelwerkstatt Klaus Schoppe.

ChrisCampe_Schaufenster_MichelbergerPR_OHWoW

CUT UP #1

HAMBURG – MODEMETROPOLE VON MORGEN?
Was braucht es, um junge Mode- und Textildesigner hier zu halten?
03. Februar 2015, 19Uhr

Wie kann das kreative Potenzial von Mode- und Textildesignabsolventen in Hamburg gehalten werden? Der Co-Working Space STOFFDECK sucht nach Antworten und setzt positive Impulse. Er plant in Kooperation mit der HAW Hamburg/ Department Design Jahresstipendien für Absolventen der Studiengänge Mode- und Textildesign, die für ein Jahr Arbeitsplätze in einem exklusiven Gemeinschaftsatelier zur Verfügung gestellt bekommen. Doch was braucht es noch?

Let’s talk about it:

Moderation:
Dannie Quilitzsch, Beraterin für Nachhaltigkeit und Kommunikation

Veranstalter

Die Kooperationspartner in 2017 sind:

Bridge&Tunnel
Frauke von Jaruntowski
designxport
Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik

Logo_schwarz_inkl_Claim-01__